{"id":1035,"date":"2013-09-08T00:01:06","date_gmt":"2013-09-07T23:01:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1035"},"modified":"2013-09-08T22:28:33","modified_gmt":"2013-09-08T21:28:33","slug":"ein-mann-der-gott-vertraute-teil-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1035","title":{"rendered":"Ein Mann, der Gott vertraute (Teil 5)"},"content":{"rendered":"<p>Kurz nach seiner Bekehrung wurde Nye als ehemaliger Leiter einer Handelsgesellschaft von dieser zu einem Gespr\u00e4ch eingeladen. Er hatte seinen Posten bereits niedergelegt und sollte nun die Gr\u00fcnde seines Glaubenswechsels erkl\u00e4ren. Taylor, der ihn begleitete, war tief beeindruckt von der Klarheit und Kraft seines Jesusbekenntnisses. Einige seiner ehemaligen Freunde mit derselben Religionsauffassung wurden durch ihn zu Christus gef\u00fchrt und sp\u00e4ter wertvolle Glieder der Kuan Kiao-teo-Gemeinde.<\/p>\n<p>Nye hatte als Baumwollh\u00e4ndler viel freie Zeit, die er nun den befreundeten Missionaren zur Verf\u00fcgung stellte. Beinahe t\u00e4glich begleitete er Mr. Jones bei seinen Besuchen in die H\u00e4user oder zu Stra\u00dfenpredigten. Er wollte aber f\u00fcr seine Dienste nicht bezahlt sein. \u00dcberall fand er Eingang f\u00fcr die Botschaft, die ihm selbst so viel bedeutete. Er war es auch, der einmal an Hudson Taylor die unerwartete Frage richtete, die dieser nie mehr vergessen konnte:<\/p>\n<p>\u201eWie lange kennt ihr in England die Frohe Botschaft?\u201c<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der junge Missionar sch\u00e4mte sich und antwortete z\u00f6gernd, sie sei dort schon seit Jahrhunderten bekannt.<\/p>\n<p>\u201eWie\u201c, rief Mr. Nye verwundert aus, \u201eeinige hundert Jahre? Ist es m\u00f6glich, dass ihr so lange Jesus kennt und erst jetzt kommt, um uns von ihm zu sagen?\u201c Traurig fuhr er fort: \u201eMein Vater hat mehr als zwanzig Jahre nach der Wahrheit gesucht und ist gestorben, ohne sie gefunden zu haben. O warum seid ihr nicht eher gekommen?\u201c<\/p>\n<p>Kaum hatte sich Hudson Taylor von seiner Krankheit erholt und seine Pflichten wieder aufgenommen, wurde er in eine andere Arbeit gerufen. Auf dem Anwesen der Presbyterianer-Mission war sein Freund Quaterman an Blattern erkrankt. Dieser war unverheiratet und hatte bei seiner Schwester, Mrs. Way, ein Heim gefunden. Der Kranke musste isoliert werden, und weil sein Schwager verreist war, konnte Mrs. Way wegen ihrer Kinder die Pflege nicht \u00fcbernehmen. Diese Umst\u00e4nde waren f\u00fcr Hudson Taylor ein klarer Ruf zur Hilfe, es waren doch seine Freunde. Tag und Nacht m\u00fchte er sich als Arzt und Pfleger um den Schwerkranken, damit nicht auch andere der Ansteckungsgefahr ausgesetzt wurden. Eine Woche sp\u00e4ter schrieb er:<\/p>\n<blockquote><p>\n\u201eMr. Quaterman wurde heimgerufen, um bei Jesus zu sein. Es war mein gro\u00dfes Vorrecht, in ihm Christus dienen zu d\u00fcrfen und dabei die Kraft durchtragender Gnade zu erleben.\u201c\n<\/p><\/blockquote>\n<p>In seinem Brief stand aber nichts von allen durchlebten N\u00f6ten auch nichts \u00fcber seinen ersch\u00f6pften Zustand.<\/p>\n<p>Bald fand er sich in einer neuen, unerwarteten Schwierigkeit. W\u00e4hrend der Pflege hatte er best\u00e4ndig seine Kleider wechseln m\u00fcssen, und nun sollten diese alle verbrannt werden. Ein chinesischer Schneider h\u00e4tte zwar in k\u00fcrzesterZeit f\u00fcr ihn andere Kleider anfertigen k\u00f6nnen, doch konnte er sich damals keine neue Ausstattung leisten. Nicht, dass er mittellos gewesen w\u00e4re! Im Gegenteil! Seit seinem Austritt aus der CEG waren ihm aus andern Quellen mehr Mittel zugeflossen, als er f\u00fcr seine pers\u00f6nlichen Bed\u00fcrfnisse ben\u00f6tigte. Was er erhielt, teilte er mit seinen Mitarbeitern, Mr. und Mrs. Jones. Zudem hatte er erst vor Kurzem einem bed\u00fcrftigen Ehepaar einen Geldbetrag zukommen lassen und so f\u00fcr sich selbst nichts zur\u00fccklegen k\u00f6nnen. Was sollte er nun tun? Seine Lage w\u00e4re wohl noch schwieriger gewesen, wenn er sie nicht im Gebet vor Gott h\u00e4tte bringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Gott erh\u00f6rte sein Gebet. Ausgerechnet in diesen kritischen Tagen erreichte ihn eine l\u00e4ngst verloren geglaubte Kiste, die er vor f\u00fcnfzehn Monaten in Swatow zur\u00fcckgelassen hatte. Sie enthielt au\u00dfer anderen Habseligkeiten alle seine Kleider. Wiederum erwies sich Gott als gegenw\u00e4rtiger Herr, der die N\u00f6te der Seinen wei\u00df, ehe diese vor ihn gebracht werden.<\/p>\n<p>Ein unbedeutender Zufall? Nein, Gottes Eingreifen war ein Beweis seiner Voraussicht. Die beiden Schriftworte \u201eBis hierher hat der Herr geholfen\u201c und \u201eDer Herr wird\u2019s versehn\u201c bekamen eine neue Bedeutung und sollten Motto der Mission werden, die nach Gottes Willen ins Leben gerufen werden musste.<\/p>\n<p>Es ist nicht verwunderlich, dass die schwere Krankenpflege Hudson Taylors Kr\u00e4fte aufzehrte. Er lag einige Tage in hohem Fieber. Ausgerechnet jetzt sollte ihm ein Erlebnis geschenkt werden, das ihn von allen seinen Zweifeln befreien musste.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a title=\"Teil 1\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1029\">Teil 1<\/a> | <a title=\"Teil 2\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1032\">Teil 2<\/a> | <a title=\"Teil 3\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1033\">Teil 3<\/a> | <a title=\"Teil 4\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1034\">Teil 4<\/a> | <a title=\"Teil 5\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1035\">Teil 5<\/a> | <a title=\"Teil 6\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1040\">Teil 6<\/a> | <a title=\"Teil 7\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1042\">Teil 7<\/a><\/p>\n<p><em>Aus: H. und G. Taylor<br \/>\nHudson Taylor<br \/>\nEin Mann, der Gott vertraute<\/p>\n<p>Brunnenverlag 1981<br \/>\nSeite 120 bis 136<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurz nach seiner Bekehrung wurde Nye als ehemaliger Leiter einer Handelsgesellschaft von dieser zu einem Gespr\u00e4ch eingeladen. Er hatte seinen Posten bereits niedergelegt und sollte nun die Gr\u00fcnde seines Glaubenswechsels erkl\u00e4ren. 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