{"id":1042,"date":"2013-09-08T00:01:10","date_gmt":"2013-09-07T23:01:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1042"},"modified":"2013-09-08T22:28:00","modified_gmt":"2013-09-08T21:28:00","slug":"ein-mann-der-gott-vertraute-teil-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1042","title":{"rendered":"Ein Mann, der Gott vertraute (Teil 7)"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Diener diese Einladung an Maria \u00fcberbrachte, wartete Hudson Taylor in Mrs. Knowltons Wohnzimmer auf ihr Kommen. Es schien, als kehrte dieser \u00fcberhaupt nicht mehr zur\u00fcck. Da, endlich! Ein leichter Schritt, eine junge Stimme im Vorraum, die T\u00fcr flog auf, und die beiden lagen sich in den Armen. Endlich waren sie einmal allein.<\/p>\n<p>Mehr als vierzig Jahre sp\u00e4ter schrieb Hudson Taylor \u00fcber diese Stunde: \u201eMeine Liebe zu Maria erkaltete nie. Ich liebe sie noch heute.\u201c Endlich galten sie \u00f6ffentlich als Verlobte. Nun durften sie auch zuweilen jung und fr\u00f6hlich sein. Eine Bekannte der beiden vermittelte einen guten Einblick, als sie schrieb:<\/p>\n<p>\u201eAlle diejenigen, die Hudson Taylor nur in sp\u00e4teren Jahren kannten, mag es \u00fcberraschen, wenn sie vernehmen, wie leidenschaftlich verliebt er damals war. Seine Verlobte unterschied sich mit ihrem starken, gef\u00fchlsbetonten Wesen in dieser Beziehung kaum von ihm. Weil mein Mann mit beiden befreundet war, durfte er sie hin und wieder mit ihrer Verliebtheit necken.\u201c<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Der 20. Januar 1858 war ihr Hochzeitstag. Bei strahlendem Sonnenschein lie\u00df sich Hudson Taylor ans andere Ufer \u00fcbersetzen und begab sich zur Trauung in den alten Tempel. Rev. F. Gough erwartete ihn mit einigen Freunden aus den verschiedenen Missionen. Auch Besatzungsglieder der britischen Kanonenboote und andere Ausl\u00e4nder hatten sich zur Trauung eingefunden.<\/p>\n<p>Maria sah in ihrem grauen Seidenkleid und Schleier entz\u00fcckend aus. Hudson trug sein gew\u00f6hnliches chinesisches Gewand. Einige der Freunde mochten den Unterschied zwischen den beiden als peinlich empfunden haben, doch andere, die das Zustandekommen dieser Hochzeit kannten, wussten, wie sehr Braut und Br\u00e4utigam eines Sinnes waren.<\/p>\n<p>Den Empfang nach der Trauung, den Mr. und Mrs. Jones in ihrem gastlichen Haus gaben, mit allen Ansprachen, Reden und Gl\u00fcckw\u00fcnschen erlebten die beiden wie die Tr\u00e4umenden. Erst als sie bei Sonnenuntergang auf einem nahegelegenen H\u00fcgel allein waren und die vorangegangenen Wochen und Monate mit allem Schweren, die gl\u00fcckliche Gegenwart und die verborgene Zukunft \u00fcberdachten, kam ihnen die Bedeutung des Tages klar zum Bewusstsein. Aus ihrem Gastzimmer im Nioh-wang-Kloster lie\u00df Hudson Taylor seine Angeh\u00f6rigen in das Gl\u00fcck ihrer jungen Ehe hineinblicken:<\/p>\n<blockquote><p>\n\u201e20. Januar. Wie gl\u00fccklich sind wir jetzt! Gott hat unser Leid in Freude verwandelt und gibt uns das Gewand der Freude anstelle von Trauerkleidern.<\/p>\n<p>29. Januar. Gott hat alle unsere Gebete erh\u00f6rt, den Widerstand in denen, die uns trennen wollten, \u00fcberwunden und das in ihn gesetzte Vertrauen gerechtfertigt. Er hat uns gl\u00fccklich, sehr gl\u00fccklich gemacht.\u201c\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Von Ningpo aus schrieb er nach sechs Wochen:<\/p>\n<blockquote><p>\n&#8222;Verheiratet sein mit der Frau, die man liebt, ja tief und hingebend liebt, ist ein Gl\u00fcck, das nicht in Worten Ausdruck finden und das man sich nicht vorstellen kann. Das ist keine T\u00e4uschung. Jeder Tag, der mehr vom Denken der Geliebten offenbart, weckt mehr Stolz, mehr Gl\u00fcck und dem\u00fctige Dankbarkeit gegen den Geber aller guten Gaben. Sie ist die beste aller irdischen Gaben.\u201c\n<\/p><\/blockquote>\n<p>In einem andern Brief schreibt er von der Liebe, die \u201ejede menschliche Liebe \u00fcbertrifft\u201c, der Liebe zu Christus: \u201e[&#8230;] die das Herz mit einer Liebe zu erf\u00fcllen vermag, mit der keine andere verglichen werden kann. Jetzt verstehe ich besser, was es bedeutet, wenn geschrieben steht, dass mein Name in sein Herz eingegraben ist, und warum Jesus immer f\u00fcr mich bittet. Seine Liebe ist so tief, dass er nicht zu bitten aufh\u00f6ren kann. Welch eine Liebe! Kann es etwas Gr\u00f6\u00dferes geben?&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a title=\"Teil 1\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1029\">Teil 1<\/a> | <a title=\"Teil 2\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1032\">Teil 2<\/a> | <a title=\"Teil 3\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1033\">Teil 3<\/a> | <a title=\"Teil 4\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1034\">Teil 4<\/a> | <a title=\"Teil 5\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1035\">Teil 5<\/a> | <a title=\"Teil 6\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1040\">Teil 6<\/a> | <a title=\"Teil 7\" href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=1042\">Teil 7<\/a><\/p>\n<p><em>Aus: H. und G. Taylor<br \/>\nHudson Taylor<br \/>\nEin Mann, der Gott vertraute<\/p>\n<p>Brunnenverlag 1981<br \/>\nSeite 120 bis 136<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Diener diese Einladung an Maria \u00fcberbrachte, wartete Hudson Taylor in Mrs. Knowltons Wohnzimmer auf ihr Kommen. Es schien, als kehrte dieser \u00fcberhaupt nicht mehr zur\u00fcck. Da, endlich! 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