{"id":852,"date":"2013-03-03T13:53:23","date_gmt":"2013-03-03T12:53:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=852"},"modified":"2013-03-03T23:56:17","modified_gmt":"2013-03-03T22:56:17","slug":"anna-mielke-geb-stickel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/?p=852","title":{"rendered":"Anna Mielke, geb. Stickel"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/NR-2012-12-Anna-Mielke1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/NR-2012-12-Anna-Mielke1-224x300.jpg\" alt=\"\" title=\"NR 2012-12 Anna Mielke\" width=\"224\" height=\"300\" class=\"alignright size-medium wp-image-854\" srcset=\"https:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/NR-2012-12-Anna-Mielke1-224x300.jpg 224w, https:\/\/www.evangeliumsposaune.org\/wp-content\/uploads\/2013\/03\/NR-2012-12-Anna-Mielke1.jpg 364w\" sizes=\"auto, (max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><\/a>Anna Mielke, geborene Stickel, wurde in Borodino, Bessarabien, am 27 April 1929 geboren. Sie hatte eine sch\u00f6ne Kindheit. Aber mit elf Jahren musste sie schon ihre Heimat verlassen. Diese Gegend geh\u00f6rte damals zu Rum\u00e4nien. Wegen des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes wurden die Deutschen im ganzen Gebiet ausgesiedelt, ehe Stalin es dann mit Gewalt einnahm. Wegen des zweiten Weltkriegs hatte Schwester Mielke eine sehr traurige Jugendzeit. Doch mit 15 Jahren empfand sie, dass sie sich bekehren m\u00fcsse. Sie glaubte dem Wort aus 1. Johannes 1,9: \u201eSo wir unsere S\u00fcnden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die S\u00fcnden vergibt und reinigt uns von aller Untugend.\u201c Sie betete zu Gott um Vergebung der S\u00fcnden und bekam die Gewissheit, Gott habe sie erh\u00f6rt. Sie erlangte Gottes Frieden f\u00fcr ihre Seele, und dieser Friede begleitete sie durch die Wirren des Krieges. Nun wusste sie, wenn sie auch sterben sollte, so w\u00fcrde sie in den Himmel kommen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nAls sie 16 Jahre alt war, war sie mit ihrer Mutter in der Gefangenschaft in Polen. Sie wollte sich so gerne taufen lassen, doch wusste sie nicht, ob sie noch einmal am Leben aus diesem Lager kommen w\u00fcrde. Gott erm\u00f6glichte es, dass sie trotz der schwierigen Umst\u00e4nde getauft wurde. Nach dem Krieg lebte sie in Ostdeutschland. Bald danach fl\u00fcchtete sie nach dem Westen und lie\u00df sich 1947 in S\u00fcddeutschland nieder. Im Mai 1951 verheiratete sie sich mit Richard Mielke. Zwei S\u00f6hne wurden ihr in Ludwigsburg geboren. Im Jahre 1957 wanderte die Familie Mielke nach Kanada aus, wo sie in Toronto, Ontario ein neues Zuhause fanden. Die n\u00e4chsten Jahre waren frohe Jahre f\u00fcr sie. <\/p>\n<p>In Toronto besuchte Schwester Mielke die Versammlungen der Gemeinde Gottes. \u00dcber 55 Jahre beteiligte sie sich und wurde vielen zum gro\u00dfen Segen. Sie unterrichtete die Sonntagschule, half mit bei der Ferienbibelschule, sang im Chor und bewies ihre Treue in manchen St\u00fccken. Doch am meisten wurde sie als K\u00f6chin bekannt. In den ersten Jahren in Kanada kochte sie f\u00fcr viele Hochzeiten und sp\u00e4ter \u00fcbernahm sie die K\u00fcche f\u00fcr das Festessen bei den Gemeindefesten in Toronto und Kitchener-Waterloo. Als sie 46 Jahre alt war, starben ihr Mann Richard Mielke und ihre Mutter Emilie Stickel. Es war ein schwerer Schlag f\u00fcr sie. Doch ihr Glaube an Gott half ihr hindurch. Als ihr Vater sp\u00e4ter krank wurde, gab sie ihre Arbeit auf und pflegte ihn bis zu seinem Tod. 1991 verkaufte sie ihr Haus in Toronto und zog zu ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter und half mit der Erziehung ihrer Enkelt\u00f6chter. Es war eine sch\u00f6ne Zeit f\u00fcr sie. Trotz der Entfernung fuhr sie weiterhin zur Versammlung in Toronto. Auch half sie weiterhin mit der Leitung beim Festessen mit. Das tat sie bis kurz nach ihrem 80. Geburtstag. <\/p>\n<p>Im Jahre 2009 bekam sie eine Blutvergiftung, hatte mit dem Herzen Probleme und erlitt noch dazu einen Schlaganfall. Im Krankenhaus gab man ihr wenig Hoffnung. Man sagte, wenn ihre Enkeltocher sie noch einmal am Leben sehen wollte, m\u00fcsse sie so schnell wie m\u00f6glich kommen. Ihre Enkeltochter verlie\u00df ihr Stelle im Norden Ontarios und eilte ins Krankenhaus. Schwester Mielke lag bewusstlos da. Die Gemeinde betete f\u00fcr sie. Ihr Sohn bat Gott innig, er m\u00f6chte ihm doch seine Mutter noch ein Jahr lang schenken.. Gott erh\u00f6rte die Gebete. Ein Wunder geschah. Statt einem Jahr schenkte Gott noch drei Jahre. Schwester Mielke wurde sogar wieder f\u00e4hig, auf der gro\u00dfen Autobahn alleine mit dem Auto Sonntag f\u00fcr Sonntag zum Gottesdienst zu fahren. Im Juni 2012 erlitt sie nochmals einen leichten Schlaganfall und st\u00fcrzte. Langsam wurde sie schw\u00e4cher, bis der Herr sie am 19. August 2012 zu sich nahm. Sie wurde 83 Jahre alt. Sie hatte keine Furcht vor dem Tod. Im Gegenteil, sie freute sich auf den Himmel. \u201eIch m\u00f6chte heimgehen\u201c, sagte sie oft. Dieser Wunsch ist nun auch erf\u00fcllt. <\/p>\n<p>Es trauern um sie ihren beiden S\u00f6hne Gerhard und Helmut Mielke, ihre Schwiegertochter Cornelia, ihre beiden Enkelkinder Elissa und Anelynda sowie Freunde und Verwandte in Ontario, Oregon und S\u00fcddeutschland. Die Gemeinde Gottes zu Toronto nimmt innig an dieser Trauer teil. Man wird sie sehr vermissen. Wir trauern aber nicht als solche, die keine Hoffnung haben, denn wir wissen dass sich Christen nie zum letzten Mal sehen. Jesus sagt: \u201eIch bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich st\u00fcrbe.\u201c (Johannes 11,25)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anna Mielke, geborene Stickel, wurde in Borodino, Bessarabien, am 27 April 1929 geboren. Sie hatte eine sch\u00f6ne Kindheit. Aber mit elf Jahren musste sie schon ihre Heimat verlassen. Diese Gegend geh\u00f6rte damals zu Rum\u00e4nien. 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